Finaler Pass und Finaler Spaß!
Heute Morgen sind wir Mitten in den Bergen aufgewacht. Ein tolles Gefühl auch gerade, wenn man weiß, was einen hier so alles erwartet. Quasi jeder Meter Straße gehört schon zu einer Passstraße und das sollte der vorletzte und einer der kurvenreichsten Tage unserer Tour werden. Das Pläne, auch wenn sie noch so gut sind, manchmal einfach nicht aufgehen, mussten wir heute jedoch schmerzlich wieder feststellen. Doch erstmal began der Tag mit einer gigantischen Vorfreude und blauem Himmel.

Das Ziel des heutigen Tages war zunächst der weltberühmte Furkapass in der Schweiz. Dazu wollten wir uns von Frankreich kommend, auf die über 2400 Meter hochschrauben und den Ausblick genießen. Schon auf dem Weg haben wir natürlich einige spannende enge Pässe passiert, die eher als kleine Verbindungsstraßen zwischen den einzelnen Dörfern zu verstehen sind und daher kaum befahren waren. Teilweise waren wir in kleinen einsamen Wäldern mitten in den Bergen unterwegs, was sehr viel Spaß gemacht hat.
Von Oberwald kommend ging die Fahrt also den Berg hinauf. An diesem Tag war das Wetter perfekt und sonnig, sodass einiges auf der Straße los war. Viele gleichgesinnte Motorradfahrer hatten die selbe Idee mal den Berg zu erklimmen. Aber anders als die anderen waren wir ja eher gemütlich unterwegs. Kurven räubern und Knie schleifen ist nicht unsere Art und mit dem Gepäck auf den Twins auch eher keine so gute Idee.

Auf dem Furkapass angekommen genossen wir die wundervolle Aussicht ins Tal und freuten uns wie zwei kleine Buben. Ja, Motorradfahren hält jung im Herzen.
Nun war es an der Zeit unser nächstes Ziel anzusteuern. Wir wollten noch einen weiteren Pass fahren und zu unserem heutigen Etappenziel, Pfronten in Bayern, weiterreisen. Hierzu mussten wir noch ein gutes Stück durch die Schweiz sowie Österreich fahren. Doch leider kam hier alles anderes als geplant.

Wir kamen schon bereits auf dem Weg runter von den Bergen, Richtung Basel, in eine Vollsperrung. Sämtliche Straßen, sowie die Autobahn, in unsere Richtung waren zu. Nun hatten wir eine folgenschwere Entscheidung zu treffen. Fahren wir weiter und riskieren es mitten in der Nacht noch weitere Pässe fahren zu müssen oder setzen wir den Kurs Nachhause da die Distanz zwar größer, aber die Fahrtzeit kürzer war.
Time: 17.9.2023, 07:01: |
Duration: 15:18:06 |
Ascent/Descent: | Distance: 798.96 km |
Nach langem hin und her entschieden wir, dass wir an dieser Stelle Richtung Heimat fahren. Es war so zwar nicht geplant, jedoch die klügste Lösung gewesen. Wir kamen auch zu dem Schluss, dass wir das nicht bedauern müssen. Schließlich war es der vorletzte Tag, der wohl spannensten Motorraradtour, die wir bis jetzt erlebt haben und alleine die letzten Tage waren so voller Abenteuer das wir hier einen Cut setzen konnten.
Wir sind so froh, dass wir diese Tour zusammen machen konnten und haben wieder Eindrücke gesammelt, die uns den Rest des Lebens begleiten werden. Fast 2 Wochen, 6 Länder und 7000km haben uns geprägt und wieder mal gezeigt, dass man im Leben einfach mal was erleben sollte. Egal ob es auch mal schlechtes Wetter gab oder andere Probleme uns aus der Bahn zu werfen drohten, am Ende jedes Tages saßen wir mit einem breiten Grinsen zusammen und freuten uns einfach das wir all diese Dinge erlebt haben.
Und es wird nicht die letzte Tour gewesen sein....
Wie der letzte Tag der Gibraltar Tour lief, seht ihr natürlich wieder in unserem Video:
