Oder wie man im Regen Spaß haben kann!
Wie feiert man seinen Geburtstag wohl am besten, wenn nicht mit dem besten Freund bei einer Tour auf den Twins!? So geplant und natürlich auch umgesetzt.
Drago hatte am 8. Juli Geburtstag und die Woche Urlaub. Anselm hat sich natürlich auch frei genommen. Wie hätte es aber auch anderes sein sollen, die Tage vorher war eitler Sonnenschein und nur leichte Wolkenbildung. Aber an diesem Mittwoch zog sich der Himmel zu.
Anselm kam pünktlich um 9 Uhr zu mir in den Taunus und so war auch der Plan, dass wir dahin weiter fahren. Wir planten eine Route zur Lorelei und diese sollte uns über den Taunus führen. Kaum jedoch los gefahren, fing es an zu regnen. Erst ganz leichter Nieselregen und dann immer heftiger. Die Temperaturen gingen auf 13 Grad runter. Das waren wir seit den letzten Tagen so gar nicht gewöhnt. Da war es immer um die 21 Grad.

Zunächst dachten wir uns, dass es bestimmt nur ein Schauer sei. Aber je weiter wir in den Taunus fuhren stellten wir fest, dass es immer ungemütlicher wurde. Bei einem kurzen Zwischenstopp checkten wir die Wetterlage und tatsächlich, das Regenband zog sich direkt vom Norden ab Düsseldorf bis zum Taunus und endete genau in Bad Soden.
So ein Glück konnten natürlich nur wir haben. Wir hätten eben so gut auch eine Tour in den Odenwald machen können, dann wären wir von Anfang an trocken geblieben.
Also schnell das Navi umprogrammiert mit Ziel Marbach Stausee. Da wir auf die Schnelle kein anderes Ziel finden konnten, musste eben die altbekannte Destination herhalten.
Wir schwangen uns wieder auf die Twins und fuhren also Richtung Süden. Dass man aber im Rhein-Main-Gebiet keine schönen Routen finden kann abseits der Städte und Dörfer war leider klar. So mussten wir über Rüsselsheim, Mörfelden und Darmstadt. Bei den nassen Straßen und dem Verkehr in der Region keine erholsame Fahrt.

Aber endlich schafften wir es aus Darmstadt raus und kamen in den Odenwald. Ab hier ging es nur noch Überland. Leider hatte es der Regen mittlerweile auch in den Süden geschafft, zwar wesentlich schwächer und stellenweise trocken, aber dennoch.
So fuhren wir immer weiter vorsichtig auf den nassen Straßen. An schnelle Kurven war nicht zu denken. Aber Anselm und ich ließen uns nicht die Freude am Fahren nehmen. Wir waren sogar der Meinung, dass es ganz gut war, dass das Wetter so schlecht ist. Schließlich kann man es auch als Training für die Alpenüberquerung im September nehmen. Da rechnen wir auch nicht mit dauerndem Sonnenschein. Die Berge sind da ziemlich unplanbar, wie man weiß.
Am Marbach Stausee angekommen, packten wir erst mal unsere wohlverdienten Geburtstags-Zigarren aus. Die Paradiso XXL aus der Dominikanischen Republik. Genau das, was wir brauchten um den Geburtstag gebührend zu feiern. Zu unserem großen Glück hatte es in der Zwischenzeit aufgehört zu regnen. So konnten wir gemütlich am Waldesrand beim See sitzen und entspannen.

Ich würde sagen…einen besseren Geburtstag kann man sich gar nicht wünschen. Man tut die Dinge, die man liebt mit den Menschen die einem wichtig sind. So haben wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Auf dem Rückweg nach Darmstadt, wo Anselm und ich uns trennten, kam wieder der Regen auf. Doch auch hier war es uns einfach nur egal und wir blieben weiterhin gut gelaunt und hatten Spaß auf den Twins.
So kann es gehen, 250 km Landstraße bei schlechtem Wetter und trotzdem eine schöne Zeit. Wir freuen uns schon auf die nächste Tour, die sicher bald kommen wird.
