Nordkaptour 2021 – Tag 5

Reise oder Stillstand?

Nach einer erholsamen Nacht im Zelt auf dem Parkplatz vor der Werkstatt der Dombas Brüder waren wir gespannt was mit der Twin passieren würde. Es war 8 Uhr und noch kein Schlauch in Sicht. Die Jungs schraubten schon fleißig an Autos aber die Twin stand immer noch mit plattem Reifen vor der Werkstatt. Wir konnten also nichts anderes tun als uns erst mal etwas frisch zu machen und einen Biker Kaffee zu genießen. Hoffentlich wird das heute noch was und nicht das uns eine Hiobsbotschaft treffen würde.

Bei den Dombas Brüdern

Aber unser Glück hatte uns noch nicht komplett verlassen, gegen 10 Uhr waren die Dombas Brüder am werkeln an der Twin und schafften es auch tatsächlich alles in der Geschwindigkeit einer Formel 1 Boxen Crew einzubauen.

Halb 11 und endlich wieder bereit für die Weiterfahrt. Nun hatten wir einiges an Kilometern aufzuholen, schließlich ging uns durch die Zwangspause viel Zeit verloren.

Das Wetter war immer noch gut und auch das Regenradar zeigte uns keine größeren Regengebiete an. Das bedeutete, dass die Regenkombi heute erst mal im Koffer blieb und wir uns bestens gelaunt auf die Twins schwangen.

Die Reise ging weiter und wir genossen die Landschaft, den Sonnenschein und das schnurren der Motoren. Zwar hatten wir im Hinterkopf stets, dass wieder was an den Twins passieren könnte, aber das zerstreute sich immer recht schnell. Schließlich war der Schaden, wie sich rausstellte, ein Fabrikationsfehler am Schlauch. Somit war die Panne unabwendbar gewesen. Aber an der Twin selbst lag es ja nicht, diese rannte wie sie rennen sollte. Der Motor klang angenehm und der Auspuff („Don“) hämmerte in seinem unverwechselbaren Klang. Der Soundtrack für die einsame Landstraße.

Kleiner Zwischenstopp bei Coop

Doch es kam natürlich wie es kommen musste. Nach einigen Stunden zogen am Horizont graue Wolken auf. Das bedeutete nun für uns wieder die Regenkombis präventiv auszupacken und anzuziehen. Und es stellte sich schnell als die richtige Entscheidung heraus. Wieder mal im Regen zu fahren war für uns normal geworden, das hätten wir uns vor der Reise auch nicht gedacht. Es wurde also immer weniger unangenehm.

Zeit für einen der besten Snacks

Langsam wurde es Abend, aber wir hatten plötzlich einen Run. Die Straßen waren gut und der Regen wurde zu Niesel, aber wir waren sehr motiviert, sodass wir fast gar nicht mehr anhalten wollten. Vielleicht hat uns die gestrige Zwangspause so sehr ausgeruht, dass wir nun kein Ende finden wollten. Vielleicht sogar etwas über motiviert.

Aber wir durften es nicht übertreiben. Es wurde dunkel und wir waren immer noch mitten im Nirgendwo. Zu dem fielen die Temperaturen auf unter 7 Grad. Zeit also einen Campingplatz anzusteuern.

Heute mal in einer Hütte

Nachdem wir einen entdeckt hatten, hatte Anselm eine Idee. Warum nicht für eine Nacht eine Hütte nehmen. Da wir bereits fast einen Tag verloren hatten und am nächsten Tag zeitig los wollten, wäre es praktisch, wenn wir mal nicht das Zelt auf und abbauen müssten. Dann könnten wir in richtigen Betten schlafen und am nächsten Tag direkt auf die Twins springen ohne groß zu packen. Der Vorschlag war super, also wurde es auch so gemacht. Wir mieteten uns also eine kleine Holzhütte mit Bad und Küche.

Hier konnten wir uns nun ausruhen und könnten am nächsten Tag einen Le Mans Start hinlegen.

Und hier das Video zum heutigen Tag:

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